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Das Pankower Register sammelt und dokumentiert rassistisch, antisemitisch, homophob und rechtsextrem motivierte Angriffe, Vorfälle und Propaganda für den Großbezirk Pankow, um damit politisch und öffentlichkeitswirksam arbeiten zu können.


Dafür brauchen wir Ihre und Eure Mithilfe:
In ganz Pankow befinden sich Anlaufstellen, bei denen Sie und Ihr entsprechende Vorfälle melden können/ könnt.

Wir freuen uns auch sehr, wenn Sie/Ihr mit Ihrer/Eurer Organisation, Initiative oder Einrichtung eine Anlaufstelle des Pankower Register werden und Euch für ein demokratisches, gleichberechtigtes Pankow engagieren wollt.

Geben Sie rassistischen, antisemitischen, homophoben und rechtsextremen Positionen und Handlungen keinen Raum!

 

Aktuelles

Jahresauswertung des Pankower Registers 2016
Die Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt [moskito] registrierte im Jahr 2016 insgesamt 229 Vorfälle, denen das Motiv Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (Rassismus, Antisemitismus, Homo-/Transfeindlichkeit, etc.) und/oder eine rechtspopulistische, rechtsextreme bis neonazistische Einstellung zu Grunde lagen. Gegenüber dem Vorjahr sind dies zwölf Meldungen weniger (2015: 241). Im Vergleich zu 2014 ist dies jedoch ein starker Anstieg (2014: 167). Der leichte Rückgang ist auf das berlinweit einsetzende Ende rechter und rassistischer Straßenmobilisierung zurückzuführen. Die rechte Szene begann, sich eher auf zentrale Events, wie die rechte „Merkel-muss-weg“-Demonstration in Berlin-Mitte, zu konzentrieren. Die rassistischen Initiativen gegen Geflüchtetenunterkünfte stellten im Laufe des Jahres in Berlin ihre Aktivitäten weitestgehend ein. Zentraler Akteur der rechten Szene in Pankow blieb die NPD, die einen relativ schwachen Wahlkampf absolvierte und ihre Aktivitäten im vierten Quartal stark reduzierte. Ursachen können in Gerichtsverfahren gegen Nazi-Kader der NPD sowie in dem endenden NPD-Verbotsverfahren gesehen werden. Dem Pankower Register wurden im gesamten Jahr viele Vorfälle gemeldet, was an der steigenden Bekanntheit des Registers liegen kann. Aufgrund der Einträge kann ein differenzierter Blick gegeben werden. So werden vermehrt Alltagsphänomene, wie das Tragen eines Thor-Steinar-Pullovers gemeldet, aber die aufgekommenen Neu Rechte „Identitäter Bewegung“ und Alltagsrassismus spielen eine Rolle.
Jahresauswertung Pankower Register 2016

Broschüre Pankower Register 2016

Jahresauswertung der Berliner Register 2016

In den Berliner Vergleich für 2016 fließen erstmalig Daten aus allen 12 Bezirken ein. Grundlage der Auswertung sind 2677 Vorfälle (2015: 1820), die bis Ende Februar 2016 durch die Registerstellen und die Opferberatung ReachOut erfasst wurden. Die Kategorie „Angriff“ ist identisch mit den Angriffen und massiven Bedrohungen, die bei ReachOut in die Auswertung eingehen. Die Zahlen spiegeln nicht alles wider, was passiert, sondern nur die Vorfälle, die den Registern zur Kenntnis gelangt sind. In die Auswertung nicht mit einbezogen wurden 160 antisemitische Vorfälle, die gezielt an Einzelpersonen oder jüdische Einrichtungen verschickt, aber keinem Stadtbezirk zuzuordnen waren. Die Quellen der Registerstellen sind lokale Initiativen, Netzwerke, Bündnisse, soziale Einrichtungen, Parteibüros, Mitarbeiter_innen der Verwaltung und viele engagierte Anwohner_innen, die nicht in Organisationen eingebunden sind. Je bekannter ein Register ist, desto mehr Meldungen erhält es. Mit steigendem Bekanntheitsgrad aller Register, steigen demnach auch die jährlich erfassten Zahlen. Eine Auswertung für ganz Berlin ist auf der Berliner Register Seite zu finden.

Chronik des Pankower Register 2017
Die aktuelle Chronik für das Kalenderjahr 2017 kann auf der gemeinsamen Homepage aller Berliner Register abgerufen werden. Hier werden zeitnah alle gemeldeten Vorfälle veröffentlicht.

 

Weitere Informationen

Broschüre Was können Sie tun...? Taschenratgeber aktiv gegen Rechtsextremismus in Pankow
Herausgegeben vom Verein für demokratische Kultur in Berlin - Initiative für urbane Demokratieentwicklung e.v. (VDK)
Taschenratgeber Pankow.pdf

Broschüre der Berliner Registerstellen
Aus der gemeinsamen Zusammenarbeit aller derzeit in Berlin tätigen Registerstellen heraus, wurde eine gemeinsame Broschüre erstellt. Im ersten Teil des Heftes wird ein Einblick in die Arbeit der Register gegeben und deren Zweck verständlich gemacht. Im ganzen Heft verteilt stellen sich die bisherigen Stellen vor und berichten über ihre regionalen Besonderheiten. In Gastbeiträgen werden Diskriminierungsphänomene wie Rassismus, Neonazismus, Trans-/Homophobie, Antisemitismus und Feindschaft gegenüber Menschen mit Behinderungen (Ableismus) näher betrachtet.
Berliner Register (Broschüre)

Gefördert im Rahmen des Bundesprogramms "VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie
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