Comic
 

1. Arbeitsweise

Das Pankower Register entstand im April 2005 im Rahmen der Umsetzung des Lokalen Aktionsplans Pankow. Seitdem betreut und publiziert die Netzwerkstelle [moskito] jährlich diese Pankower Chronik rassistisch, antisemitisch, homophob und rechtsextrem motivierter Übergriffe, Vorfälle und Propaganda.
Das Pankower Register wird jährlich in der Bezirksvollversammlung vorgestellt und einer breiten Öffentlichkeit über Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit bekannt gemacht.
Es besteht, über ganz Pankow verteilt, ein Netzwerk von Anlaufstellen, bei denen Vorfälle gemeldet werden können und Betroffene, sowie Zeug_innen Unterstützung erfahren.

 

2. Ziele

  1. Sensibilisierung der Pankower Öffentlichkeit, von Kommunalpolitik und Multiplikator/innen für rechtsextreme Aktivitäten und Propaganda sowie für Diskriminierungen. Aktivierung von Akteuren aus verschiedenen Sozialräumen; dabei kommt den Anlaufstellen eine wichtige Multiplikator_innenfunktion zu
  2. Unterstützung der Betroffenen, indem ihre Erfahrungen und Erlebnisse sichtbar gemacht werden, sie Solidarität erfahren und andere Akteur_innen auf die Problematik aufmerksam gemacht werden
  3. Niedrigschwellige Möglichkeit für die Zivilgesellschaft sich gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und Homophobie zu engagieren
  4. Erstellung eines detaillierten Bildes über den Bezirk und sein politisches und soziales Klima, um der Entstehung von Angsträumen frühzeitig entgegensteuern zu können, indem:
  5. Gemeinsam mit Akteuren vor Ort und mit Kommunalpolitik gemeinwesenorientierte Handlungsansätze entwickelt werden und demokratiefeindlichen Entwicklungen entschlossen entgegen getreten wird
  6. Die Vernetzung demokratischer Akteure im Bezirk befördert wird
 

3. Mitmachen

Wir brauchen Ihre Mithilfe:
Wir möchten alle, die Opfer von rechtsextremen, rassistischen, antisemitischen oder homophoben Vorfällen werden, diese beobachten oder von ihnen erfahren, dazu ermutigen, die Anlaufstellen des Pankower Registers aufzusuchen oder anzurufen.
Wer rechtsextreme Plakate sieht oder antisemitische Parolen hört, kann sich ebenso dorthin wenden wie jemand, der/die im Restaurant aus rassistischen Motiven nicht bedient wird oder auf der Arbeitsstelle homophober Diskriminierung ausgesetzt ist.

Darüber hinaus freuen wir uns, wenn Sie eine Veranstaltung zum Pankower Register bzw. zu den inhaltlichen Themengebieten durchführen wollen. Melden Sie sich bei uns!
In der Netzwerkstelle finden sich Flyer, Comicpostkarten und übersetzte Infomaterialien zum Pankower Register und zu verschiedenen Diskriminierungsformen, die gerne bei uns abgeholt und verteilt werden können.

 

 4. Quellen der Meldungen

Die Netzwerkstelle [moskito] sammelt die Meldungen und überprüft deren Inhalt nach Möglichkeit. Hierzu zählt unter anderem die Überprüfung von Straßen(-kreuzungen) der Vorfallsorte, Nachfragen (soweit möglich) bei Unklarheiten und ggf. Nachrecherche bei genannten Vorfallsorten bzw. der Polizei. Wir versuchen durch den Einbezug vieler Quellen unsere Informationen auf ein möglichst breites Fundament zu stellen. Dennoch können wir die sachliche Richtigkeit aber nicht immer letztgültig klären, so dass die inhaltliche Verantwortung bei den genannten Quellen liegt.

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Gefördert im Rahmen des Bundesprogramms "VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie
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